{"id":5817,"date":"2021-05-31T02:00:00","date_gmt":"2021-05-31T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fiwonline.de\/d-f-und-nl-veroeffentlichen-gemeinsames-papier-zum-digital-markets-act-dma\/"},"modified":"2021-05-31T02:00:00","modified_gmt":"2021-05-31T00:00:00","slug":"d-f-und-nl-veroeffentlichen-gemeinsames-papier-zum-digital-markets-act-dma","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fiwonline.de\/en\/d-f-und-nl-veroeffentlichen-gemeinsames-papier-zum-digital-markets-act-dma\/","title":{"rendered":"D, F und NL ver\u00f6ffentlichen gemeinsames Papier zum Digital Markets Act (DMA)"},"content":{"rendered":"<div class=\"elementor-post\">\n                <!-- \n\n<div class=\"elementor-date\" style=\"font-size: 14px; color: #666;\">31.05.2021<\/div>\n\n --><\/p>\n<div class=\"elementor-keywords\">\n<div class=\"keywords-container\" style=\"background: linear-gradient(to bottom, #eee, #f5f5f5); box-shadow: 2px 2px 10px rgba(0, 0, 0, 0.28); padding: 1em 0em 1em 1em; margin: 1em 0 2em 0; border-radius: 1px; line-height: 1.5;\">\n<div class=\"title-h6\" style=\"font-size: 12pt; line-height: 18.75pt; font-weight: bold; text-align: left; color: #393D50;\">D<br \/>F<br \/>NL<br \/>Plattform\u00f6konomie<br \/>Fusionskontrolle<br \/>Digital Markets Act<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"elementor-content\" style=\"font-size: 16px; line-height: 1.5;\">\n<p><span>Im Vorfeld der Sitzung der EU-Minister im Wettbewerbsrat am 27. Mai 2021 haben Deutschland, Frankreich und die Niederlande ebenfalls am 27. Mai 2021 ein gemeinsames Papier zum Gesetz \u00fcber digitale M\u00e4rkte (Digital Markets Act, DMA) vom 15. Dezember 2020 vorgelegt. Ausgefertigt wurde das Papier von den Wirtschaftsministern der drei L\u00e4nder, die sich selbst die \u201eunterzeichnenden Freunde eines effektiven DMA\u201c bezeichnen (\u201e<em>the undersigning Friends of an effective DMA<\/em>\u201c). <\/span><\/p>\n<p class=\"Default\"><span>Deutschland, Frankreich und die Niederlande unterst\u00fctzen den Vorschlag des DMA, sehen aber gleichzeitig Nachbesserungsbedarf.<\/span><span style=\"font-size: 0.8em;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"Default\"><span>Insbesondere bei der <span style=\"text-decoration: underline;\">Zust\u00e4ndigkeit<\/span> <\/span><span>f\u00fcr die Durchsetzung des DMA setzen die drei Mitgliedstaaten an. Aus ihrer Sicht sollten die <span style=\"text-decoration: underline;\">nationalen Beh\u00f6rden eine gr\u00f6\u00dfere Rolle bei der Unterst\u00fctzung<\/span> der Kommission bei der Durchsetzung des DMA spielen. Diese Haltung ging auch schon aus dem Fortschrittsbericht der portugiesischen Pr\u00e4sidentschaft hervor.<\/span><span style=\"font-size: 0.8em;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"Default\"><span>Die Mitgliedstaaten sollten nach Auffassung der drei L\u00e4nder zudem weiterhin in der Lage sein, nationale Vorschriften einschlie\u00dflich des nationalen Wettbewerbsrechts zu erlassen und durchzusetzen, die f\u00fcr das einseitige Verhalten von Gatekeepern gelten. Sie sollten auch eine st\u00e4rkere Rolle im Rahmen der in der Verordnung angelegten Prozesse zur \u00dcberarbeitung der Verordnung einnehmen.<\/span><span style=\"font-size: 0.8em;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"Default\"><span>Die drei Staaten sprechen sich dar\u00fcber hinaus f\u00fcr eine zus\u00e4tzliche zivilrechtliche Durchsetzung (\u201e<span style=\"text-decoration: underline;\">private enforcement<\/span>\u201c) des DMA aus, um dessen Effektivit\u00e4t zu erh\u00f6hen. Die M\u00f6glichkeit daf\u00fcr m\u00fcsse noch klargestellt werden.<\/span><span style=\"font-size: 0.8em;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"Default\"><span>Die drei Regierungen fordern au\u00dferdem, den Geltungsbereich f\u00fcr die <span style=\"text-decoration: underline;\">Benennung von Gatekeepern <\/span>weiter einzugrenzen und m\u00f6glichst eng zu halten, da sich ein zu gro\u00dfer Spielraum negativ auf die Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit und Durchsetzbarkeit des DMA auswirken k\u00f6nnte. Der DMA solle nur auf eine kleine Anzahl von Gatekeepern von gro\u00dfen <\/span><\/p>\n<p class=\"Default\"><span>Anbieter von zentralen Plattformdiensten (nicht mehr als 10) Anwendung finden, die typischerweise \u00fcber Hebelwirkungen auf andere M\u00e4rkte verf\u00fcgten.<\/span><span style=\"font-size: 0.8em;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"Default\"><span>Das <span style=\"text-decoration: underline;\">Verh\u00e4ltnis des DMA zum europ\u00e4ischen Wettbewerbsrecht<\/span> solle zudem weiter spezifiziert werden. Da die Verordnung voraussichtlich neben dem Wettbewerbsrecht Anwendung finden werde, solle darauf geachtet werden, dass der DMA das Wettbewerbsrecht nur erg\u00e4nzt, nicht aber abschw\u00e4cht oder ersetzt.<\/span><span style=\"font-size: 0.8em;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"Default\"><span>Aus Sicht der drei Mitgliedstaaten muss der DMA so gestaltet sein, dass er mit einem sich st\u00e4ndig \u00e4ndernden Umfeld und neuen Entwicklungen in Technologie und beim Marktverhalten Schritt halten kann. Art. 10 (Ausweitung des Pflichtenkanons) wird als nicht weitgehend erachtet. Der DMA solle neben den Art. 5 und 6 daher auch einen <span style=\"text-decoration: underline;\">breiteren Ansatz und erg\u00e4nzenden Prinzipien oder Ziele<\/span> enthalten, die direkt anwendbar w\u00e4ren.<\/span><span style=\"font-size: 0.8em;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"Default\"><span>Auch solle die <span style=\"text-decoration: underline;\">Fusionskontrolle<\/span> gegen\u00fcber den Gatekeepern weiter verst\u00e4rkt werden, um <\/span><\/p>\n<p><span>Strategien von Plattformunternehmen zu unterbinden, systematisch aufstrebende Unternehmen aufzukaufen, um den Wettbewerb auszuschalten (\u201e<em>killer acquisitions<\/em>\u201c). Art. 12 des DMA-Vorschlags sei \u201ein diesem Zusammenhang nicht ehrgeizig genug\u201c. Eine M\u00f6glichkeit sei, Artikel 12 \u00fcber die blo\u00dfe Informationsfunktion hinaus zu erweitern, um Fusionen ab bestimmten Schwellenwerten direkt aufgreifen und untersuchen zu k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DFNLPlattform\u00f6konomieFusionskontrolleDigital Markets Act Im Vorfeld der Sitzung der EU-Minister im Wettbewerbsrat am 27. 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