{"id":6047,"date":"2018-06-21T02:00:00","date_gmt":"2018-06-21T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fiwonline.de\/rede-anticompetitive-effects-of-regulation-von-assistant-attorney-general-makan-delrahim\/"},"modified":"2018-06-21T02:00:00","modified_gmt":"2018-06-21T00:00:00","slug":"rede-anticompetitive-effects-of-regulation-von-assistant-attorney-general-makan-delrahim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fiwonline.de\/en\/rede-anticompetitive-effects-of-regulation-von-assistant-attorney-general-makan-delrahim\/","title":{"rendered":"Rede (\u201eAnticompetitive Effects of Regulation\u201c) von Assistant Attorney General Makan Delrahim"},"content":{"rendered":"<div class=\"elementor-post\">\n                <!-- \n\n<div class=\"elementor-date\" style=\"font-size: 14px; color: #666;\">21.06.2018<\/div>\n\n --><\/p>\n<div class=\"elementor-keywords\">\n<div class=\"keywords-container\" style=\"background: linear-gradient(to bottom, #eee, #f5f5f5); box-shadow: 2px 2px 10px rgba(0, 0, 0, 0.28); padding: 1em 0em 1em 1em; margin: 1em 0 2em 0; border-radius: 1px; line-height: 1.5;\">\n<div class=\"title-h6\" style=\"font-size: 12pt; line-height: 18.75pt; font-weight: bold; text-align: left; color: #393D50;\">USA<br \/>DOJ<br \/>Rede<br \/>Delrahim<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"elementor-content\" style=\"font-size: 16px; line-height: 1.5;\">\n<p>Der amtierende Assistant Attorney General Makan Delrahim der US.-amerikanischen Wettbewerbsbeh\u00f6rde DOJ (Departement of Justice) hat am 31. Mai 2018 die Er\u00f6ffnungsrede &#8222;Wettbewerbsbeschr\u00e4nkende Effekte der Regulierung&#8220; (&#8222;Anticompetitive Effects of Regulation&#8220;) anl\u00e4sslich des Dritten Roundtable der Wettbewerbsabteilung zu den Themen &#8222;Wettbewerb und Deregulierung&#8220; gehalten.<\/p>\n<p>Delrahim wies in seiner Rede auf die erheblichen Kosten wettbewerbsbeschr\u00e4nkender Regulierung f\u00fcr die Verbraucher hin. Staatliche Regulierung koste jeden Haushalt in den Vereinigten Staaten heute immer noch 15.000 USD pro Jahr. Unbestritten seien die Vorteile der seit den 1970er Jahren in Gang gesetzten Deregulierungswelle gewesen. Verbraucher h\u00e4tten zun\u00e4chst von niedrigeren Geb\u00fchren und Preisen sowie von gr\u00f6\u00dferen Wahlm\u00f6glichkeiten und h\u00f6herer Qualit\u00e4t profitiert. Deregulierung habe auch zu mehr Innovation, Markteintritten und neuen Gesch\u00e4ftsmodellen und Industrien gef\u00fchrt, die wiederum zu mehr Wirtschaftswachstum gef\u00fchrt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Delrahim stellte fest, dass trotz dieser Entwicklungen fast jeder Lebensaspekt heute reguliert und im Grunde unn\u00f6tigerweise \u00fcberreguliert sei (z. B. Lebensmittel, H\u00e4userbau, Schulbildung etc.). Die Regulierung gehe bei Weitem \u00fcber notwendige Sicherheitsaspekte hinaus und beschneide die Freiheit des Einzelnen, sich wirtschaftlich zu entfalten. Staatliche Regulierung dr\u00e4nge auch oft in gut funktionierende M\u00e4rkte vor und verwandele &#8222;eigenst\u00e4ndige Wirtschaftssubjekte in regierungsabh\u00e4ngige Objekte&#8220;. Au\u00dferdem k\u00f6nne falsch verstandene Regulierung auch Eintrittsbarrieren schaffen, die neue Wettbewerber auschl\u00f6ssen und aktuellen Wettbewerbern Kosten aufb\u00fcrdeten. Dadurch k\u00f6nne der Preis von Produkten und Dienstleistungen steigen und Innovation behindert werden. Pr\u00e4sident Trump habe einige Verf\u00fcgungen erlassen, um regulatorische B\u00fcrden zu verringern, die vom B\u00fcro f\u00fcr Information und regulatorische Angelegenheiten (Office of Information and Regulatory Affairs, OIRA), nun durchgesetzt w\u00fcrden, so Delrahim.<\/p>\n<p>F\u00fcr die US.-amerikanische Wettbewerbsbeh\u00f6rde bedeute dies, dass das DOJ die Umst\u00e4nde identifizieren m\u00fcsse, die dem Ziel, den Wettbewerb zu bewahren und die Verbraucher zu sch\u00fctzen, entgegenst\u00fcnden.\u00a0<\/p>\n<p>Eine typische Form der wettbewerbsbeschr\u00e4nkenden Regulierung stellten die verschiedenen Berufszulassungsregelungen (\u201eoccupational licencing&#8220;) dar, wie Delrahim weiter ausf\u00fchrte, welche nicht den Verbraucherschutz, sondern die Begrenzung potentieller Berufsanw\u00e4rter im Blick h\u00e4tten. Schon unter der Obama-Administration sei festgestellt worden, dass die Berufszulassungregelungen seit den 1950er Jahren nicht nur erhebliche Kosten verursacht h\u00e4tten, sondern auch nicht auf die in dem jeweiligen Beruf ben\u00f6tigte Expertise zugeschnitten seien. Delrahim nannte in seiner Rede einige Beispiele aus dem Gesundheits- und Verkehrssektor. Weitere Beispiele f\u00fcr wettbewerbsbeschr\u00e4nkende Regulierung seien die territorialen Exklusivit\u00e4tsbestimmungen der einzelnen Staaten f\u00fcr Autoh\u00e4ndler, die zu h\u00f6heren Wiederverkaufspreisen und h\u00f6heren Vertriebskosten auf Kosten der Verbraucher und der Autohersteller gef\u00fchrt h\u00e4tten. Weitere Problembereiche stellten der Immobiliensektor und regulierte Milchpreise dar.<\/p>\n<p>Delrahim pl\u00e4dierte daf\u00fcr, die mit diesen Regulierungen verfolgten Zielstellungen neu zu hinterfragen und zu analysieren, ob diese nach wie vor gerechtfertigt seien. Das DOJ habe stets eine aktive Rolle eingenommen und die administrativen und legislativen Initiativen unterst\u00fctzt, um regulierte Industrien f\u00fcr den Wettbewerb zu \u00f6ffnen, z. B. die Telekommunikations- und Eisenbahnm\u00e4rkte. Hierzu habe das DOJ seine Expertise und speziell seinen \u00f6konomischen Sachverstand den Regulierungsbeh\u00f6rden in s\u00e4mtlichen M\u00e4rkten zur Verf\u00fcgung gestellt und werde dies weiter tun.<\/p>\n<p>Schon vor seinem Amtsantritt hatte Delrahim betont, dass das Kartellrecht freie M\u00e4rkte unterst\u00fctze und die Regierung nur eingreifen solle, wenn dies n\u00f6tig sei. Auch sei ein Monopol solange legal, wie es zu keinem Monopolmissbrauch komme.<\/p>\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>USADOJRedeDelrahim Der amtierende Assistant Attorney General Makan Delrahim der US.-amerikanischen Wettbewerbsbeh\u00f6rde DOJ (Departement of Justice) hat am 31. 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