{"id":6048,"date":"2018-06-21T02:00:00","date_gmt":"2018-06-21T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fiwonline.de\/rede-brain-bar-budapest-von-margrethe-vestager-when-technology-serves-people\/"},"modified":"2018-06-21T02:00:00","modified_gmt":"2018-06-21T00:00:00","slug":"rede-brain-bar-budapest-von-margrethe-vestager-when-technology-serves-people","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fiwonline.de\/en\/rede-brain-bar-budapest-von-margrethe-vestager-when-technology-serves-people\/","title":{"rendered":"Rede (Brain Bar, Budapest) von Margrethe Vestager: \u201eWhen technology serves people\u201c"},"content":{"rendered":"<div class=\"elementor-post\">\n                <!-- \n\n<div class=\"elementor-date\" style=\"font-size: 14px; color: #666;\">21.06.2018<\/div>\n\n --><\/p>\n<div class=\"elementor-keywords\">\n<div class=\"keywords-container\" style=\"background: linear-gradient(to bottom, #eee, #f5f5f5); box-shadow: 2px 2px 10px rgba(0, 0, 0, 0.28); padding: 1em 0em 1em 1em; margin: 1em 0 2em 0; border-radius: 1px; line-height: 1.5;\">\n<div class=\"title-h6\" style=\"font-size: 12pt; line-height: 18.75pt; font-weight: bold; text-align: left; color: #393D50;\">EU<br \/>Rede<br \/>Wettbewerbskommissarin<br \/>Margrethe Vestager<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"elementor-content\" style=\"font-size: 16px; line-height: 1.5;\">\n<p>Am 1. Juni 2018 hielt die Wettbewerbskommissarin der Europ\u00e4ischen Komission, Margrethe Vestager, eine Rede in Budapest im Rahmen einer Veranstaltung von \u201eBrain Bar&#8220; zum Thema \u201eWhen technology serves people&#8220;, in der sie sich mit den Herausforderungen neuer Technologien, Datenschutz, Datenschutzgrundverordnung, Google, Algorithmen und Demokratie auseinandersetzte.<\/p>\n<p>Nach Ansicht von Vestager dienten neue <span style=\"text-decoration: underline;\">Technologien<\/span> den Menschen und nicht umgekehrt Menschen den Technologien. Auch wenn neue Technologien theoretisch den privaten Raum und Wahlm\u00f6glichkeiten beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnten, m\u00fcssten sie nicht automatisch \u201eihre dunkle Seite&#8220; zeigen, wenn sie auf den Grundfesten unserer [europ\u00e4ischen] Werteordnung st\u00fcnden und Werte wie Freiheit, Fairness und Demokratie inkorporierten.<\/p>\n<p>Vestager stellte heraus, dass mit der <span style=\"text-decoration: underline;\">Datenschutzgrundverordnung<\/span> (DSGVO) das Vertrauen in die \u00dcbermittlung von Daten angesichts des freiwilligen oder unfreiwilligen Datenverlusts der letzten Jahre wieder hergestellt worden sei. Datenkontrolle seitens der Eigent\u00fcmer der Daten sei die Voraussetzung f\u00fcr die \u00dcbermittlung der eigenen Daten. Jetzt k\u00f6nne der Dateneigent\u00fcmer sicher sein, dass seine Daten sich nicht in \u00dcbersee in sog. \u201eDatenh\u00e4fen&#8220; wiederf\u00e4nden, wo die Datenschutzregeln keine Anwendung f\u00e4nden. Vestager sagte, sie sei der Ansicht, dass das Inkrafttreten der DSGVO nur der erste Schritt zu einem ver\u00e4nderten Umgang mit Daten sei. US.-amerikanische Unternehmen wie Microsoft h\u00e4tten bereits angek\u00fcndigt, die Prinzipien der DSGVO auch au\u00dferhalb von Europa verwenden zu wollen.<\/p>\n<p>Ohne Vertrauen k\u00f6nne eine Technologie nicht ausgesch\u00f6pft werden, so Vestager. Der Kartellrechtsfall \u201eGoogle&#8220; habe gezeigt, wie wenig die Verbraucher hinter die Kulissen Googles sehen k\u00f6nnten. Verbraucher tendierten zu der Annahme, dass der Suchalgorithmus von Google tats\u00e4chlich die relevantesten Eintr\u00e4ge am oberen Seitenende listen w\u00fcrde. Die Bevorzugung eigener Shopping-Eintr\u00e4ge Googles habe f\u00e4lschlicherweise die Annahme best\u00e4rkt, dass diese Eintr\u00e4ge die besten seien. Dabei sei es eine bewusste Entscheidung Googles gewesen, die eigenen Eintr\u00e4ge nicht dem Suchalgorithmus zu unterstellen, sondern bevorzugt darzustellen.<\/p>\n<p>Vestager erkl\u00e4rte, dass <span style=\"text-decoration: underline;\">Algorithmen<\/span> hilfreich seien, um sich durch die un\u00fcberschaubare Informationsmenge im Internet zu laborieren. Das Risiko bestehe darin, dass man nur die Ergebnisse wahrnehme k\u00f6nne, die Unternehmen auf der Grundlage der von ihnen programmierten Algorithmen, zeigen m\u00f6chten. Nicht wahrgenommen werden k\u00f6nnten die Ergebnisse, die Unternehmen ausblenden wollen. Diese Unternehmensentscheidungen k\u00f6nnten auch die Demokratie ernsthaft beeintr\u00e4chtigen, so Vestager. Demokratie zeige sich nicht nur bei Volkswahlen, sondern auch im \u00f6ffentlichen Diskurs, der Partizipationsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr jedermann enthalte.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich merkte Vestager an, dass man in der Vergangenheit erwartet habe, dass neue Technologien ihre eigenen Probleme l\u00f6sen w\u00fcrden. Dies sei unter Umst\u00e4nden dem Verst\u00e4ndnis geschuldet, dass eine zu starke Regulierung der Digitalwirtschaft Innovation behindern k\u00f6nnte. Dies stellte Vestager in Abrede. <span style=\"text-decoration: underline;\">Innovation<\/span> zu unterst\u00fctzen bedeute nicht, \u201ejedes neue Ding zu akzeptieren, nur weil es neu sei&#8220;. Die Aufgabe eines Innovators bestehe nicht nur darin, neue Ideen zu entwickeln, sondern auch \u00dcberzeugungsarbeit zu leisten, dass das neue Produkt seinen Preis wert sei. Auf der Aussage zu bestehen, dass Technologie wertneutral sei, bedeute nicht, Innovation abzulehnen. Es bedeute nur, dass man sicher sein m\u00fcsse, dass der Preis nicht zu hoch sei. Im Endeffekt gehe es darum, nicht die Technologie, sondern die Menschen wieder zur Kontrolle zu erm\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>Vestager warnte davor, dass gerade etablierte Unternehmen (\u201eincumbents&#8220;) die Macht h\u00e4tten, die \u201en\u00e4chste Generation von Innovatoren&#8220; zu blockieren. Gerade der <span style=\"text-decoration: underline;\">Fusionskontrolle<\/span> k\u00e4me dabei die Aufgabe zu, solche Zusammenschl\u00fcsse zu verhindern, die die Datenmacht zu gro\u00df werden lie\u00dfen.<\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>EURedeWettbewerbskommissarinMargrethe Vestager Am 1. 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